Goodbye Fast Fashion, hello Flex

Secondhand als Gen Z-Power-Move in Wien

Fast Fashion ist out, Thrifting ist in.

Junge Person sucht in einem Wiener Secondhandladen zwischen farbigen Jacken
iksHaus | KI-generiert nach redaktioneller Konzeption, 2026 | EDITOR: iksHaus
März 3, 2026

Vergiss Fast Fashion: Warum Secondhand in Wien für die Gen Z zum ultimativen „Flex“ geworden ist

Kennst du das? Du gehst in ein Café, eine Vorlesung oder einen Club und entdeckst direkt drei Leute mit demselben Fast-Fashion-T-Shirt wie Dein. Genau solche Situationen haben die Modetrends verändert. Secondhand-Kleidung ist heute kein Notnagel mehr, sondern ein echtes Statussymbol und der ultimative modische „Flex“ der Gen Z. Die Wiener Streetstyle-Szene zeigt diesen Wandel besonders deutlich.

Die Zahlen sprechen für sich: Zirkuläre Mode übernimmt das Ruder

Was früher nur ein Nischenhobby für wenige Modefans war, ist heute eindeutig Mainstream. Laut einer aktuellen Studie von PwC kaufen bereits 70 Prozent der Generation Z und der Millennials in Europa, also auch in Österreich, Secondhand-Produkte. 2023 waren es noch 51 Prozent.

Doch Gen Z kauft nicht nur Secondhand, sondern verkauft auch fleißig weiter. 67 Prozent der jungen Leute aus diesen Generationen haben bereits eigene gebrauchte Sachen verkauft. Warum? Für 72 Prozent ist der günstige Preis der Hauptgrund, aber Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein werden immer wichtiger. 14 Prozent nennen sogar nur ökologische Gründe als Motivation. Überproduktion, schädliche Materialien und Fast Fashion verlieren an Bedeutung, und das Stöbern nach dem einen besonderen Teil fühlt sich heute wie eine Schatzsuche an.

Mahü in der Identitätskrise, Neubaugasse übernimmt die Szene

Wer heute durch Wien läuft, merkt schnell, wie sich die Stadt verändert: Die Mariahilfer Straße verliert als klassische Einkaufsstraße an Bedeutung. Immer öfter sieht man leere Geschäfte und spürt, dass sich die Konsumgewohnheiten wandeln. Große Fast-Fashion-Läden ziehen weniger junge Leute an, und der klassische Einzelhandel für Schuhe und Kleidung hat es schwer, weil viele lieber online shoppen oder besondere Einkaufserlebnisse suchen.

Nur ein paar Straßen weiter sieht es ganz anders aus: Im 7.Bezirk rund um die Neubaugasse: frische, neue Energie. Die Straße ist zum Zentrum eines Trends geworden – weg von Massenproduktion und Ausverkauf, hin zu Individualität, Qualität und echten Einkaufserlebnissen, die Menschen zusammenbringen und eine Community schaffen. Hier zeigt sich der Wandel hin zu mehr nachhaltigen, unabhängigen und vintageorientierten Konzepten besonders deutlich.

„iks.haus / KI-generiert mit DALL-E 3“

Fallstudie EPD Market: Vom Instagram-Shop zum Szene-Treffpunkt

Der wohl beste Beweis dafür, warum Secondhand heute so cool ist, und ein gutes Beispiel dafür, warum Secondhand heute so angesagt ist und wie man eine moderne Marke aufbaut, findet man in der Neubaugasse 67: der EPD Market, kurz für „Enjoyment Per Day“. Dieser Store trifft genau den Geschmack und die Wünsche der neuen Generation. Anfang 2023 startete EPD Market komplett digital, ausschließlich als Instagram-Shop. Nachdem der Online-Hype aufgebaut worden war und eine Community geschaffen worden war, folgten Pop-up-Events in Wiener Galerien. Im November 2023 zog das Projekt schließlich in eine starke fixe Location mit 250 Quadratmetern im 7. Bezirk ein.

Interessant ist auch, dass das große, offene Geschäft früher ein ganz normaler Supermarkt war. Heute stehen in den alten Regalen sorgfältig ausgewählte Y2K-Mode, echte 90er-Teile, angesagte Sportswear und besondere Designerstücke. EPD Market ist aber mehr als nur ein Laden – er ist ein Treffpunkt für die Community. Neben Kleidung gibt es eine Bar für Drinks, handgemachte Keramik sowie Flächen für Pop-up-Stände von lokalen Künstlern, unabhängigen Designern und Food-Projekten. So wird Einkaufen zum sozialen Event und zum Treffpunkt der Wiener Kreativszene.

Die Psychologie hinter dem Trend: Warum „Thrifting“ jetzt das neue Statussymbol ist

Generation Z nutzt Mode heute wie eine Sprache, um zu zeigen, wer sie ist, wo sie dazugehört und wofür sie steht. In einer Welt, in der man mit einem Klick eine billige Kopie bestellen kann, zeigt Secondhand-Mode, dass man Stil und Werte hat. Das nennen Soziologinnen und Soziologen heute „sichtbare Nachhaltigkeit“.

Anstatt mit einem teuren, neuen Teil mit großem Designerlogo anzugeben, das viele junge Leute heute als altmodisch oder langweilig empfinden, ist das neue Statussymbol ein besonderes, hochwertiges und seltenes Vintage-Stück. So ein Teil hat seine eigene Geschichte, hat Jahrzehnte überstanden, weil er aus guten Materialien gefertigt ist – und vor allem: Mit dem Kauf schadest du der Umwelt nicht zusätzlich.

So einen Teil zwischen vollen Ständern zu finden, braucht Zeit, Einsatz, Instinkt und ein gutes Auge. Genau diese Fähigkeit, dieser „thrill of the hunt“, wird heute sehr geschätzt. Fast Fashion ist zwar billig und überall zu haben, aber Vintage-Teile verleihen dir das besondere Gefühl von Echtheit, Stil und Einzigartigkeit, das man nicht einfach in einer Fabrik herstellen kann. Für die Gen Z ist das gerade der einzige modische Flex, der wirklich Sinn macht.

Vier junge Erwachsene lachen gemeinsam auf einer Wiener Einkaufsstraße

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FAQ

Warum ist Secondhand in Wien für die Gen Z so beliebt?

Secondhand ist in Wien für die Gen Z beliebt, weil es ein Zeichen für Nachhaltigkeit, individuelle Stilrichtung und ein Bewusstsein für die Umwelt ist. Es ist ein Statussymbol und ein modischer Flex, der die Werte der Generation Z widerspiegelt.

Wie hat sich die Mode in Wien verändert?

Die Mode in Wien hat sich von der Massenproduktion und Fast Fashion hin zu individueller, nachhaltiger und vintageorientierter Mode verschoben. Die Wiener Streetstyle-Szene und Orte wie die Neubaugasse zeigen diesen Wandel besonders deutlich.

Was ist der EPD Market und warum ist er wichtig für den Secondhand-Trend?

Der EPD Market ist ein Laden in der Neubaugasse, der die Mode der Gen Z und die Nachhaltigkeit verbindet. Er ist ein Treffpunkt für die Community und bietet eine Mischung aus Vintage-Mode, Designerstücken und lokalen Kreativprojekten.

Warum ist Thrifting heute ein Zeichen für Nachhaltigkeit?

Thrifting ist ein Zeichen für Nachhaltigkeit, weil es die Überproduktion und den Konsum von billigen Kleidungsstücken reduziert. Es fördert die Wiederverwendung von Kleidung und schützt die Umwelt, indem es den Bedarf an neuen, oft umweltbelastenden Produkten verringert.

Was macht Secondhand-Mode für die Gen Z so besonders?

Secondhand-Mode ist für die Gen Z besonders, weil sie es ermöglicht, individuelle Stilrichtungen zu zeigen, ohne die Umwelt zu belasten. Es ist ein Zeichen für Stil, Werte und Nachhaltigkeit, und es verleiht dem Träger ein Gefühl von Echtheit und Einzigartigkeit.